CDU hat mit Björn Symank einen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters

20.08.2025

Ohne Konkurrenz
CDU hat mit Björn Symank einen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters

Verden – Das war deutlich: Björn Symank ist der Kandidat der CDU für das Bürgermeisteramt der Stadt Verden. Von 33 Wahlberechtigten im Stadtverband wählten alle 33 den derzeitigen Rethemer Samtgemeindebürgermeister, der dieses Amt die längste Zeit inne hat. Wenn er im Herbst des nächsten Jahres bei der Wahl scheitern sollte, wird er nicht nach Rethem zurückkehren.

"Die intakte Innenstadt mit Allerpark bringt mir immer ein Leuchten in die Augen."

Symank hätte sich am Mittwochabend eine Kampfabstimmung gewünscht, doch ein Gegenkandidat hatte kurzfristig zurückgezogen. So nahm den größten Teil der Veranstaltung im Restaurant Am Kamin in Eitze die Rede von Symank ein, der sich umfangreich vorstellte, von Stärken und Schwächen erzählte, in den Vordergrund aber seine Leidenschaft für Verden stellte. „Ich möchte die Stadt noch liebenswerter machen und sicher aufstellen.“ Wobei ihm eine Eigenschaft helfen soll: „Ich brenne für mein Amt.“ Ob es am Ende 8, 16 oder 24 Jahre seien, die ihn die Geschicke der Stadt leiten ließen, sei dahingestellt. Allein die Vorstellung, die erste Person der Stadt zu sein, motiviere ihn zu einem intensiven Wahlkampf.

Der gelernte Diplom-Wirtschaftsingenieur ist 1978 in Delmenhorst geboren, wohnt aber seit 2011 im Landkreis Verden. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Seine Ausbildung machte er bei der Bundeswehr, zunächst war er als Offizier mit fliegerischer Ausbildung im Einsatz, darauf folgte ein Studium Wirtschaftsingenieurwesen. Sieben Jahre lang arbeitete er anschließend außerhalb Europas für ein Luftfahrtunternehmen, dabei fast vier Jahre in Abu Dhabi. Zuletzt war er als Leiter Einkauf und Logistik für die Firma tätig. Im Jahre 2003 trat Symank in die CDU ein, was ihn aber nicht daran hinderte zum Beispiel in Rethem eng mit anderen Parteien zusammenzuarbeiten. Und so will er es auch weiterhin halten, sollte er gewählt werden. Seit die Familie in Morsum lebt, hat sie sich Verden sozusagen erobert. Mit den Kindern war der Freizeitpark ein regelmäßiges und beliebtes Ziel. Die älteren Kinder besuchen Schulen in Verden, die Stadt ist als Mittelzentrum beliebt bei der ganzen Familie. Vielleicht sogar mehr: „Die intakte Innenstadt mit dem Allerpark dazu bringt mir immer noch ein Leuchten in die Augen“, sagt Symank während seiner Vorstellung und sammelt damit Sympathiepunkte. Nur wenige Städte stünden derart gut da mit einem Budget, das Verden regelmäßig unter die Top Ten, sogar unter die Top Five der Kommunen bringe.

Symank fühlt sich für den Job gerüstet, denkt schon darüber nach, wie er von Morsum nach Verden kommt. „Wenn es geht, kann ich mir vorstellen, den Bus oder das Fahrrad zu nehmen. Meistens wird es wohl das E-Auto sein. Mit rund 600 Mitarbeitern zu tun zu haben, sei für ihn kein Problem. Er sieht sich als Führungskraft ausreichend qualifiziert und: „Ich bin eine treue Seele und habe bisher nur zweimal den Arbeitgeber gewechselt.“ Aber er gibt sich auch selbstkritisch: „Ich habe berufliche Krisen gehabt und musste ganz schön strampeln.“ In dieser Zeit habe er sich jedoch zur Führungskraft entwickelt. „Das waren gute Lektionen.“ Menschlich stuft er sich so ein: „Ich bin geradlinig, berechenbar und möchte immer in den Spiegel gucken können. Es ist mir wichtig, den richtigen Weg zu finden.“ Die Menschen sollen ihn als Bürgermeister erleben, der in den Ratssitzungen alle Themen erläutert, die anstehen, und vieles für jeden so verständlich wie möglich erklären will. Doch dafür muss er erst einmal gewählt werden.
Ihm sei bewusst, in die Höhle des Löwen zu gehen und nicht dorthin, wo die CDU-Wähler die Mehrheit haben, so Symank. Aber er nehme die Herausforderung an, die Menschen
von sich und seinen Ambitionen zu überzeugen.

Quelle: Verdener Aller-Zeitung vom 15.08.2025, Seite 10; ERIKA WENNHOLD